Dem Pupser den Kampf angesagt

Eine kleine Geschichte vorerst: Jeder kennt das, viele Leute in einem Raum, plötzlich üble Gerüche, keiner war es. Irgendwann raunt eine Stimme aus dem Hintergrund, das war der Hund, darauf eine Antwort: „Ja wär schön wenn jetzt einer da wär!“

Aber ehrlich, jeder kennt die Situation, wenn ein Hund pupst ist das ja wirklich nicht besonders angenehm für den Geruchsnerv der Umgebung. Aber auch Hunde leiden Höllenqualen unter diesen oft sogar schmerzhaften Blähungen.

Wie entstehen jetzt eigentlich diese sogenannten Pupser und was sind Blähungen eigentlich beim Hund: Dabei werden im Magen-Darm-Bereich vermehrt Gase produziert, diese übermäßigen Gase entweichen aus dem Darm und wir nehmen davon die üblen Gerüche war. Denn diese Gase setzen sich unter anderem aus Schwefelverbindungen und Methan zusammen, was die „sogenannten Stinkepupse“ macht.

Symptome dafür wären:

Aufgeblähter Bauch
Magen- und Darmgeräusche
Stinkender Kot
Magenschmerzen und Magenkrämpfe
Erbrechen
Gewichtsabnahme
Abnahme des Appetits.

Krankheiten und Parasiten:

In manchen Fällen wird die vermehrte Gasbildung auch durch Krankheiten ausgelöst.

Man sollte sofort handeln wenn man das Gefühl hat, dass der Hund große Schmerzen hat und einen Buckel macht und somit eine Darm-Kolik vorliegen kann. Auch bei roten und schwarzen Verfärbungen des Stuhlganges, was auf verdautes Blut hindeuten kann, sollte man keine Zeit verlieren direkt den Tierarzt mit dem Hund aufzusuchen. Er wird z.B. Mithilfe von Tastuntersuchungen und Kot- und Blutproben die Ursache zuverlässig ermitteln.

Ev. Ursachen:

Magen- und Darminfektionen und Entzündungen

Parasiten und Wurmbefall

Reizdarmsyndrom

Chron. Dickdarmentzündungen

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

Ursachen für Blähungen können jedoch auch z.B. ernährungsbedingt auftreten (wie beim Menschen auch):

Futterunverträglichkeit oder Allergie

Nicht hochwertiges Futter mit zu hohem Anteil an Kohlenhydraten und Ballaststoffen

Auch zu große Futtermengen

Verzehr von schädlichen Lebensmitteln wie z.B. Tischabfälle

Zu schnelle Futterumstellung

Zu Schnelles Fressen

Nicht immer ist das Futter selbst auslösend für die Winde unter denen der Hund so leidet.

Dies kann auch durch zu schnelle Nahrungsaufnahme auftreten.

Nimmt ein Hund sein Futter nämlich zu hastig auf kann mit ihm auch jede Menge Luft mitgeschluckt werden.

Besonders häufig tritt dies bei kurzschnäuzigen Hunden wie z.B. Bulldoggen oder Boxern auf, da sie häufiger dazu neigen bei der Nahrungsaufnahme Luft zu schlucken, wodurch dann Blähungen ausgelöst werden.

Kotaufnahme beim Spaziergang und Freilaufen

Gerade der freilaufende Hund vergreift sich gerne an Pferdeäpfeln, Schaftkot oder Kuhfladen.

Bewegungsmangel

Auch ein zu wenig an Bewegung kann problematisch für die Verdauung für den Hund werden, wodurch wiederum schmerzhafte Blähungen entstehen können.

Hier einige Hausmittel gegen harmlose Blähungen für Ihren Liebling:

Kümmel und Fenchel

Egal in geriebener Form oder als Tee helfen sie gezielt Blähungen entgegen, unters Futter gemischt wirken sie beruhigend auf Magen und Darmtrakt.

Orangensaft:

Ein Teelöffel Orangensaft kann auch dem Futter beigemengt werden und hilft gegen Übersäuerung, regt zugleich die Verdauung an und dabei wirkt dieser noch leicht abführend zur Erleichterung.

Heilerde:

Heilerde für den Hund ist in der Apotheke erhältlich und soll dazu beitragen, dass sich Magen-Darm-Tätigkeit wieder reguliert und die Beschwerden somit abklingen.

Hier kommen natürlich auch homöopathische Mittel nach professionellem Rat zum Einsatz – wie z.B. Magnesium phosphoricum – um nur ein Bsp. zu erwähnen.

Tipps gegen die Blähungen:

Im Falle es handelt sich nicht um krankheitsbedingte Blähungen.

-Ausschlussdiät:  Dabei wird festgestellt welche Futtermittel der Hund nicht vertragen hat. z.B. bei Selbstzubereitung von Futter. Dem Hund werden nur einzelne Bestandteile des Futters angeboten und so kann genau festgestellt werden was nicht vertragen wurde. Mit der Zeit lassen sich alle anderen Bestandteile nach und nach zufügen.

-Futtermittelumstellung

-Mehrere kleine Mahlzeiten

-Schonkost

-Futter nicht zu häufig wechseln

Iris Exel-GrabnerDem Pupser den Kampf angesagt

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