Der Labrador Retriever

Willig, eifrig, anpassungsfähig. Das sind die Wesenszüge dieser Nummer 1. Der Labrador besitzt die herausragende Fähigkeit, Wild zu apportieren. Doch auch als Diabetiker-Warnhund, Behindertenführhund, Suchhund,Therapiehund oder Familienhund ist er bestens geeignet – er überzeugt eben durch seine Vielseitigkeit.

Diese Hunderasse verfügt über herausragende Fähigkeiten in der Nasenarbeit. Darüber hinaus ist es für diese Rasse typisch, für Wasser begeistert zu sein. Dieser Hund ist sehr aufgeweckt, hat ein weiches Maul (damit er das Wild nicht verletzt, welches er apportiert) und ist sehr lernwillig. Ein typisches Kennzeichen in der Optik ist die Rute. Sie ist dick am Ansatz, mittellang und rundherum mit dichtem, kurzem Fell bekleidet. Dadurch erscheint sie rund und trägt den Namen „Otterschwanz“.

Lebenserwartung: 10-13 Jahre

Charakter: intelligent, arbeitswillig, zutraulich, leichtführig, sensibel, aktiv

Größe: Weibchen & Männchen 54-58 cm

Gewicht: Weibchen & Männchen 26-37 kg

Ein typischer Labrador möchte seinem Besitzer gefallen. Er liebt Menschen über alles. Das ist seine größte Stärke. Schutz- oder Wachtrieb sind hier fehl am Platz. Wer einen scharfen, wachsamen Hund sucht, wäre von einem Labrador schlichtweg enttäuscht.

Kurz die Geschichte vom Labrador

Die Experten sind sich einig: Die Ehre, den Labrador mit seinen Wesensmerkmalen gezüchtet zu haben, gebührt den Engländern. 1903 wurde der Labrador Retriever im Kennel Club offiziell eingetragen. Der Ursprung dieser Rasse ist allgemein unklar. Viele behaupten, dass seine Wiege in der Provinz Québec im Nordosten liegen soll, welcher er seinen Namen verdankt. 1899 soll in England in einem schwarzen Wurf erstmals ein blonder Welpe geworfen worden sein. Heute sind sowohl blonde als auch schwarze oder braune Labrador vertreten.

Passt der Labrador zu mir?

Auch, wenn er als ein typisch toller Familienhund und als sehr leichtführig gilt, heißt das noch lange nicht, dass sich dieser Hund von selbst erzieht. Man sollte sich dessen bewusst sein, dass aus dem süßen Welpen einmal ein kräftiger, stämmiger Hund heranwächst. In der Ausbildung sollte besonders bei dieser Rasse auf viel Harmonie und Liebe Wert gelegt werden. Auch, wenn er als psychisch belastbar gilt – ein Drill an Ausbildung kann diesen Hund innerlich schnell zerstören. Daher er als Jagdhund zum Apportieren gezüchtet wurde, sollte man ihm diesen Trieb auch als Familienhund ausleben lassen können. Dummy-Training in Verbindung mit Nasenarbeit und genügend Bewegung stellen eine gute Auslastung für diesen Hund dar. Ein aktiver Mensch, der kein Wetter scheut und dazu bereit ist, genügend Zeit und Mühe zu investieren, ist genau das Richtige für diesen tollen Hund!

Mag.a Doris HochenhauserDer Labrador Retriever

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