Radeln mit Hund:  Auf was muss ich achten?

Gestern beim gemütlichen Abendspaziergang hüpften wir plötzlich erschrocken zur Seite. Es war unser Nachbar, der mit seinem Liebling „Franz“, durch die Gegend radelte. Wie immer kreuzten sich unsere Wege und er warf mir einen missbilligenden Blick zu und rief mir entgegen: „ Ihr könntet auch bisserl mehr Bewegung vertragen, probier´s doch einfach mal“!

Die Rede ist vom „Radeln mit dem Hund“.

Wutschnaubend murmelte ich: „Nichts für uns – viel zu gefährlich!“ Ich ging meines Weges, dachte jedoch noch lange über den Satz nach. Dann kam ich zu dem Entschluss:  „Warum eigentlich nicht!“ Mit dem nötigen „Know-How“ konnte dass doch auch für uns kein Problem sein.

Ich bin mir sicher, dass es sehr viele Menschen gibt, die das Radeln sein lassen um nicht in Gefahr zu geraten. Aus heutiger Sicht kann ich nur sagen, das Wichtigste ist eine sichere Ausrüstung, dann ein stufenweises Training mit dem Hund um richtig Radeln zu lernen und dann ist´s für alle was.

Vorerst wäre auch noch zu sagen, dass es unzählige Beschäftigungsmöglichkeiten gibt für Mensch und Hund beim Radeln.

Man kann z. B. Spiele in die tägliche Runde einbauen bzw. Übungen mit dem Hund durchführen, die der  Sicherheit im Straßenverkehr dienen bzw. durch längere Spazierfahrten mit dem Liebling entsprechend herausfordernd trainieren.

Natürlich nur wenn die entsprechende Ausrüstung für „unser Radlerteam“  vorliegt.

Aber wie schaut das jetzt aus mit der nötigen Ausrüstung beim „Radeln mit Hund“ – auf was ist hier zu achten:

Das Fahrrad muss auf alle Fälle der Straßenverkehrszulassungsordnung entsprechen (auch ohne Hund).

Es ist wichtig, dass der Radfahrer ein Rad wählt, das seiner Person entspricht und mit dem er sich auch wohl fühlt.

D.h. der Körpergröße sowie der  Fahrtauglichkeit angepasste Fahrräder.

Der Lenker des Fahrrades muss zu jeder Zeit volle Kontrolle über sein Fahrrad haben, dies darf nicht durch technische Ungereimtheiten  ausbleiben.

Für die Verkehrssicherheit unumgänglich sind natürlich voll funktionstüchtige Bremsen und eine voll intakte Fahrradbeleuchtung.

Mit einem weißen  Frontscheinwerfer sowie rotem Rücklicht  bist du hier schon einmal auf der sicheren Seite. Zusätzlich ein weißer Rückstrahler nach vorne wirkend und ein kleiner roter Rückstrahler hinten sind obligatorisch, um mit deinem Vierbeiner gut sichtbar unterwegs zu sein.

Auch reflektierende Bereifung und/oder gelbe Speicherrückstrahler unterstützen enorm.

Gut wäre überhaupt eine Fahrradbeleuchtung, die auch im Stand leuchtet.

Leitsatz hier:

Je besser du und dein Hund zu sehen sind umso sicherer radelt ihr!

Rennräder sind allerdings für „Anfangsradler mit Hund“ nicht geeignet, da  diese aufgrund der schmalen Sportbereifung und der daraus resultierenden Instabilität für den Anfänger deutlich an Sicherheit verlieren.

Zusätzlich gibt es, um die Orientierung zu behalten, sehr gute Navigationsgeräte, die ganz leicht mitgeführt werden können.

Ausrüstungsgegenstände beim Radeln „mit Hund“ sollten immer so bequem wie möglich für alle Beteiligten gewählt werden.

Dazu zählen sicherlich auch Hundeanhänger für das Fahrrad, denn Senior möchte ja natürlich auch mitradeln.

Beim Verwenden von Hundeanhängern benötigt ihr Fahrrad eine besondere Schaltung, die das Anfahren und Überwinden von Steigungen erleichtert.

Außerdem wäre es unbedingt ratsam bei derlei Aktivitäten den Hund unbedingt nur mit einem Geschirr zu führen, da Halsbänder in diesem Fall sehr hohe Gesundheitsrisiken bergen.

Denn z.B. bei einem plötzlichen Ruck am Halsband reicht die Halsmuskulatur nicht aus um die Wirbelsäule vor Einwirkungen zu schützen – es kann zu schweren Wirbelsäulenverletzungen des Hundes kommen.

Selbst auch das ständige Anspannen der Muskulatur im Bereich des Halses kann durch starke Verspannungen schwere Schmerzen verursachen.

Es ist ebenfalls Abstand davon zu nehmen einen Hund mit Halsband an einen Leinenabstandhalter zu spannen.

Es ist daher unumgänglich bei derlei Aktivitäten im „Duo“ gut sitzende „Hundegeschirre“ zu verwenden um die Einwirkung auf Brust und Bauch gleichmäßig verteilen zu können.

So jetzt noch bei uns „die Fahrradhelmpflicht“ berücksichtigt steht ihnen für das Training „Radeln mit Hund“ ausrüstungstechnisch nichts mehr im Wege………….

Hundepsychologin nTR  Exel-Grabner Iris

Iris Exel-GrabnerRadeln mit Hund:  Auf was muss ich achten?

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