Woran erkenne ich einen guten Hundetrainer / eine gute Hundetrainerin?

In Österreich darf sich jeder als „Hundetrainer“ bzw. „Hundetrainerin“ bezeichnen und die Tätigkeit als diesen ausüben.
Es ist kein geschützter Titel, man braucht weder eine spezifische Ausbildung, noch eine Prüfung abzulegen. Pflicht ist es lediglich, ein Gewerbe anzumelden. So gestaltet sich die momentane Gesetzeslage in Österreich. Da kann man sich sicher gut vorstellen, dass es somit Unmengen an Hundetrainern und Hundetrainerinnen gibt, an die man sich wenden kann.

Aber wie erkenne ich nun kompetente Hundetrainer/Innen und auf welche Dinge muss ich achten, um sichergehen zu können, dass ich meinen Hund richtig ausbilde?

Die 8 wichtigsten Kriterien und Infos auf einen Blick:

1. Im Training

Kompetente HundetrainerInnen bilden tierschutzkonform aus. Das bedeutet vor allem, Gewaltfreiheit im Training in Verbindung mit dem Einsatz von Belohnungen. Haltet euch unbedingt fern von TrainerInnen, die Leinenruck, Würgehalsband, Halti oder ähnliche für den Hund schmerzhafte Einwirkungen und Zwangsmittel einsetzen! Meinungen wie „Da muss der Hund jetzt durch, ob er will oder nicht!“ sind in der heutigen, modernen Zeit des Hundetrainings ein No-Go. Das Wohl des Hundes muss oberste Maxime im Training sein!

2. Im Gespräch

Ein/e gute/r HundetrainerIn hört dir zu, lässt dich ausreden und fällt dir nicht ständig ins Wort. Schon gar nicht sollte es vorkommen, dass von vornherein die Gesprächsführung übernommen wird, geschweige denn voreilige Schlüsse gezogen werden.

Der Auftrag, warum du gekommen bist, oder das Problem, welches du mit deinem Hund hast, sollte ernst genommen und auf gar keinen Fall bagatellisiert werden. Der/die Trainer/In zeigt somit Verständnis und Einfühlungsvermögen. Über bevorstehende Pläne und Übungen klärt er/sie dich ordnungsgemäß auf, dass du auch verstehst, warum du welche Methode im Training anwendest.

3. Wissen

Nationale und internationale Ausbildungen, ständige Fort- und Weiterbildungen gehören zur Fachlichkeit unabdingbar dazu! ExpertenInnen im Hundetraining bilden sich fortlaufend und auf hohem Niveau weiter und erkundigen sich nach den modernsten, wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Achtung: Passt auf bei TrainerInnen, die Aussagen tätigen wie „Ich mach das schon so seit 20 Jahren, das hat immer geklappt, ich weiß schon was ich tue.“ Achtet dabei auf etwaige (anerkannte!) Zertifizierungen und erkundigt euch darüber, welche Ausbildungen gemacht wurden. Nehmt mit eurem Hund unbedingt Abstand von Leuten, die behaupten, man braucht als Hundetrainer/In keine Fortbildungen zu besuchen!

4. Erfahrung

Es ist jedoch nicht nur theoretischer Input wichtig, um Kompetenzen zu erlangen. Genauso wichtig ist es, Übung in der Praxis zu besitzen. Langjährige (Selbst-) Erfahrungen runden ein kompetentes Profil als HundetrainerIn ab. Nur so kann ich auch Fehler im Training erkennen, auf diese angemessen reagieren und sie ausbessern. Eine exakte Mindestzeit kann nicht gesagt werden. Fakt ist: je langjähriger die Erfahrungen, umso besser! Allgemein bekannt (aber keine fixe Richtlinie) ist, dass man eine Erfahrung von mindestens zwei Jahren Praxis aufweisen sollte.

Prüft nach, wie lange der/die HundetrainerIn im Gewerbe tätig ist und ob er/sie selbst schon Einzelstunden oder Gruppenkurse geleitet hat.

5. Bewertungen

Ein guter, aber auch ein schlechter Ruf verbreitet sich schnell. Erkundigt euch bei anderen TeilnehmerInnen, Bekannten oder Freunden, wie sie das Training empfunden haben und fragt, welche Erfahrungen sie dabei mit ihrem Hund gemacht haben. Gute Bewertungen über gewaltfreie Erkenntnisse sind ein Indiz für gute HundetrainerInnen!

6. Fall für Fall

Natürlich sollte ein/e HundetrainerIn eine gewisse Routine besitzen. Noch viel wichtiger ist aber, dass Alternativen angeboten werden, wenn eine Übung nicht funktioniert und individuell auf jeden einzeln eingegangen wird. Nicht jeder Trainingsplan kann verallgemeinert und auf jeden Hund der Welt angewendet werden. Jeder Mensch und somit auch jeder Hund ist unterschiedlich. Die Generalisierung von Übungen auf alle Hunde, ist somit ein sehr unwahrscheinliches Ziel.

7. Orientierung

Geeignete HundetrainerInnen handeln ressourcenorientiert und nicht gewinnorientiert. Das heißt, dass der/die TrainerIn den Auftrag und somit das Ziel des Trainings immer im Auge behält und keine „unnötigen“ Extra-Stunden aufgetragen werden. Ehrlichkeit ist dabei ein wichtiges Kriterium.

8. Persönliches

Neben den oben genannten fachlichen Kompetenzen sollte ein/e passende/r TrainerIn natürlich auch sympathisch sein, so klappt das Training auch am besten. Darüber hinaus ist Höflichkeit, ein gepflegtes Äußeres und authentisches Auftreten als selbstverständlich anzusehen. Ein/e kompetente/r HundetrainerIn zeigt außerdem Geduld, wenn´s mal länger dauert und nimmt sich für dich und deinen Hund die Zeit, die ihr braucht.

Mag.a Doris HochenhauserWoran erkenne ich einen guten Hundetrainer / eine gute Hundetrainerin?

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