Ich bin schon ganz „fährtig“

Immer wieder können wir beobachten, dass, wenn wir Menschen etwas über das Fährten hören, jeder sofort an die Jagd denkt.

Dabei hat jeder die Möglichkeit mit seinem Hund eine Fährtenübung zu machen, egal ob Jäger, Büroangestellte/r oder Lebensmittelverkäufer/in. Fährtenarbeit ist artgerechte Nasenarbeit, eine Beschäftigung die der Hund von Natur aus eigentlich schon beherrscht und das ohne großen Aufwand. Dazu gibt es noch viele leckere Belohnungen – sind WIR (Hundebesitzer/in und Hund) dann gemeinsam nicht im siebten Himmel?

Es gibt natürliche Unterschiede der Eignung der Hunde in ihrem Verhalten bei der Fährtensuche. Fährtenarbeit ist besonders für Hunde geeignet, die im Alltag alles besonders aufregend finden und von einer Aufregungsepisode in die nächste schlittern. Was dann leider durch diese niemals endende Geschichte oftmals in Stress ausartet. Bei der Fährtenarbeit hat der Hund die Möglichkeit, durch seinen ihm angeborenen Instinkt und seinen im ebenfalls angeborenen Trieb, selbständig zu arbeiten und alles rund um sich zu vergessen. In dieser Zeit sind nur die Nase des Hundes und die Fährte für ihn interessant.

Hunde mit Verhaltensauffälligkeiten kann man mit diesem Auslastungsprogramm somit in die richtige Richtung führen. So wird diese Aufregung auch nicht zum Gesundheitsrisiko!

Was versteht man jetzt eigentlich unter sogenannter „Fährtenarbeit“?:
Der Hund sucht bei der Fährte die Bodenverletzungen, die dadurch entstehen, wenn der Mensch sich am Naturboden (Wald, Wiese) bewegt.

Dies kann man so verstehen:
Wenn wir einen Schritt vor den anderen setzen, entsteht durch den Fuß ein Abdruck im Naturboden. z.B. Bei Gras werden die Grashalme niedergetreten – durch das Gewicht des Menschen und die Schuhsohle – dabei entsteht eine sogenannte Bodenverletzung. Gras und andere Gewächse werden umgeknickt, dabei tritt Milchsäure aus. Diese macht die Spur so geruchsinteressant für unsere Hunde. Diese Bodenverletzungen des Menschen (dem Fährtenleger) werden vom Hund bei der Fährte gesucht und verfolgt. Aber um dem Hund erstmals überhaupt beizubringen wie er suchen muss bzw. wie wir das richtig von ihm verlangen, muss man anhand positiver Verstärkung noch ein bisschen nachhelfen!

Jene Hundebesitzer die jetzt Geschmack an der Fährtenarbeit gefunden haben, können gerne Teilnehmen.
Infos unter: http://www.deine-hundeschule.at/faehrtenarbeit oder info@deine-hundeschule.at, +43 (0) 699 192 72 251

Iris Exel-GrabnerIch bin schon ganz „fährtig“

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